Wärmeplanung / Windkraft / Fern- und Nahwärme / Geothermie

 
Video zur Wärmeplanung in Gilching (mp4 - 2min 11s)

Wärmeplanung

Seit dem 1. Januar 2024 ist das Gesetz für Wärmeplanung und Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) in Kraft getreten. Dieses Gesetz legt die gesetzlichen Grundlagen für eine flächendeckende und verbindliche kommunale Wärmeplanung fest. Ziel ist es, bis spätestens 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

Gemäß den Bestimmungen des Gesetzes sind die Länder verpflichtet, bis zum 30. Juni 2026 für größere Städte und bis zum 30. Juni 2028 für Städte und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern Wärmepläne zu erstellen. Diese Pläne sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen über Möglichkeiten einer klimafreundlichen Wärmeversorgung informieren und festlegen, welche kosteneffizienten Wege zu einer solchen Versorgung vor Ort existieren, indem dezentrale fossile Heizsysteme durch umwelt- und klimafreundlichere Alternativen ersetzt werden.

Kommunale Wärmeplanung: Strategische Schritte

Der Wärmeplan ist ein Planungsinstrument ohne rechtlich verbindliche Außenwirkung. Die kommunale Wärmeplanung umfasst verschiedene Schritte wie die Eignungsprüfung von Gebieten, Bestands- und Potenzialanalysen sowie die Entwicklung von Zielszenarien und Umsetzungsstrategien. 

Umsetzung des kommunalen Wärmeplans

Die Umsetzung dieser Gesetze erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. In der Gemeinde Gilching wurde im März 2024 die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans ausgeschrieben und im Mai vergeben. Einen Zuwendungsbescheid für eine Förderung in Höhe von 90 % hat die Gemeinde erhalten.

Nützliche Links zur kommunalen Wärmeplanung in Bayern
Ablauf der Wärmeplanung
  • Eignungsprüfung
    Evaluierung potenzieller Standorte für Wärme- oder Wasserstoffnetze.
  • Bestandsanalyse
    Erfassung des aktuellen Wärmebedarfs und -verbrauchs unter Berücksichtigung verschiedener Parameter wie Gebäudetypen, Baualtersklassen, vorhandener Energieträger usw., sowie der damit verbundenen Treibhausgasemissionen.
  • Potenzialanalyse
    Untersuchung der vorhandenen Möglichkeiten zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien und Energieeinsparung.
  • Zielszenario
    Entwicklung eines Szenarios, wie das Ziel einer Wärmeversorgung, die auf erneuerbaren Energien oder der Nutzung unvermeidbarer Abwärme basiert, bis zu den Jahren 2030, 2035, 2040 und 2045 erreicht werden kann.
  • Umsetzungsstrategie und Maßnahmenplan
    Ausarbeitung einer Strategie und konkreter Maßnahmen zur Umsetzung des definierten Zielszenarios.

Die Öffentlichkeit wird bei allen Schritten frühzeitig und kontinuierlich eingebunden.

Zwischenergebnis: Kommunale Wärmeplanung
Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung

Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung zum Download:


Geothermie

Geothermie-Forschungsprojekt GIGA-M

Was ist GIGA-M

Die geologischen Voraussetzungen für die Nutzung der Erdwärme sind bei uns im Großraum München so gut wie in nahezu keiner anderen Region Deutschlands. Das Forschungsprojekt GIGA-MGroßräumige Integrierte Gesamt-Analyse des tiefengeothermischen Potentials und seiner synergetischen Nutzung im Großraum München – untersucht verschiedene Themen, die wichtig sind, um den Geothermie-Ausbau in unserer Region großräumig voranzutreiben.

Dazu gehört auch eine detaillierte Erkundung des Untergrunds. Aus diesem Grund startet nun eine großangelegte Seismik-Messkampagne. Deren Ziel ist es, Untergrunddaten für eine risikominimierte Erschließung und nachhaltige Nutzung weiterer Geothermiepotenziale im Großraum München zu gewinnen, damit eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung erreicht werden kann.

Vorbereitungen und Genehmigungen

Derzeit laufen die Vorarbeiten für die Festlegung der Messtrassen zur Durchführung der Seismikkampagne.

Dazu werden u. a. alle betroffenen Grundeigentümer und sonstigen Nutzungsberechtigten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fa. Informations- und Planungsservice GmbH, Celle (IPS) kontaktiert. Ziel ist es, Betretungs- bzw. Nutzungsgenehmigungen für die vorübergehende Anbringung von Messeinrichtungen und Markierungszeichen auf dem Grundstück sowie den Einsatz von Messfahrzeugen auf privaten Wegen und Straßen einzuholen.

Diese Maßnahme erfolgt im Auftrag der Stadtwerke München (SWM) und der Energie-Wende-Garching (EWG). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IPS haben ein Bestätigungsschreiben sowie SWM-Mitarbeiterausweise zur Authentifizierung erhalten.

Ablauf der Messarbeiten

Ab Mai 2026 werden voraussichtlich die Messarbeiten im Gelände starten:

  1. Vermessung und Markierung: Die freigegebenen Messpunkte werden markiert.
  2. Auslegung der Geophone: Es folgt die perlschnurartige Auslegung von Registrierungsgeräten, den sogenannten Geophonen. Diese dienen dazu, die Schallwellen aus dem Untergrund aufzuzeichnen.
  3. Datenerfassung (Messung): Im Anschluss beginnen die eigentlichen Messungen (Datenakquise) mit Befahrungen und Anregungen durch sogenannte Vibro-Fahrzeuge. Vibro-Fahrzeuge sind geländegängige Spezialfahrzeuge, die im Mittelteil mit einer Rüttelplatte ausgestattet sind. Mit deren Hilfe werden Schallwellen zur Erkundung in den Untergrund gesendet, deren Echos von den Geophonen aufgezeichnet werden.
Weiterführende Informationen und Ansprechpartner

Der Umfang der geplanten Messkampagne kann auf einer interaktiven Karte auf der Projekt-Homepage eingesehen werden: https://giga-m.de/.

Weiterführende Fragen können gerne an folgende Mailadresse gestellt werden: kontakt(at)giga-m(dot)de 

Die genauen Messlinienverläufe und Zeitpläne werden kurz vor der Messung festgelegt und veröffentlicht.

Informieren können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger auch im Rahmen von Bürgerevents mit Seismik-Ausrüstung (geplant im April 2026), über die wir rechtzeitig informieren werden.


Fern- und Nahwärme

 

 

 

 

 

Alle Informationen zur Fern- und Nahwärme in Gilching sowie deren Ansprechpartner finden Sie auf der Webseite der Gemeindewerke Gilching unter Fernwärme - Gemeindewerke Gilching.


Windkraft

 

 

 

 

Interkommunale Windkraftanlagen im Norden der Gemeinde Gilching.

Im Norden der Gemeinde Gilching sind 2 interkommunale Windkraftanlagen der Gemeinden Gilching, Alling und Schöngeising in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Fürstenfeldbruck in Planung.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Webseite der Stadtwerke Fürstenfeldbruck.

Ihre Ansprechpartnerin

Christine Hammel

Energie/Klima/Umwelt

Rathausplatz 1, Zimmer O1.11

Tel. 08105 3866-73
Fax 08105 3866-5773
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